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10th ANNIVERSARY of The
Sally Gardens
********* 2006 ******** |
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Vor nunmehr 10 Jahren, genauer gesagt im August
1996, gründete sich, unbemerkt und unbeeinflußt
von den jeweiligen Musiktrends der ausgehenden 90er,
die kleine Rostocker Band „The Sally Gardens“.
Die beiden Schwestern Bettina und Sabine Brennwald verschrieben
sich fortan der handgemachten Musik irischen Ursprungs.
Der erste Auftritt im Petrikeller (ein mittelalterliches
Restaurant) kam für die Rostocker Mädels eher
zufällig zustande und verursachte noch gehöriges
Lampenfieber, doch sie sammelten erste wichtige musikalische
Erfahrungen und lernten den Umgang mit Publikum hautnah.
Vom Petrikeller ging es auf die Bühnen und in die
Pubs der ganzen Republik und sogar nach England.
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Irische Musik ist in Deutschland nicht unbekannt und
erfreut sich einer wachsenden Beliebtheit. Unter diesen
Umständen war es für die „Sally´s“
nicht immer leicht sich in der großen deutschen
Folkszene zu behaupten, doch sie fanden ihre Nische.
Die unglaublich tiefen, rauchigen Whiskystimmen der
Frauen wurden ihr Markenzeichen und verleihen ihren
Interpretationen gängiger Irish Folk-Songs einen
ganz eigenen Charme. Doch diese Band geht noch über
die rein musikalische Darbietung ihres Repertoires hinaus.
Was irische Lieder so wunderbar macht sind vor allen
Dingen die Geschichten, die sie erzählen, Geschichte
und Geschichten mal herzzerreißend traurig, mal
urkomisch und manchmal tiefgreifend melancholisch. Dem
zumeist deutschsprachigen Publikum werden während
des Programms der „Sally Gardens“ die Texte
der jeweiligen Lieder und die damit zusammenhängenden
historischen Umstände zuweilen recht anschaulich
und mit komödiantischen Elementen erklärt,
so findet der Zuhörer einen Zugang zu einer ihm
unbekannten Welt.
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Doch zurück zu den Anfängen: Mit Instrumenten
war die Band 1996 noch spärlich ausgestattet. Eine
alte Konzertgitarre und eine neuerworbene Bodhran (irische
Handtrommel) wurden in den ersten Jahren bis zur Unkenntlichkeit
zerschrammelt, doch etwas fehlte und die Mädels
stellten fest, dass ein Melodieinstrument, wie zum Beispiel
eine Geige, das musikalische Klangbild erheblich verbessern
würde. Man konnte sich jedoch nicht darauf einigen
wer von den Beiden dieses tolle Instrument in gnadenloser
Selbstaufopferung lernen sollte und so suchte und fand
man eine Geigerin. Silvia Hrzan war von der Idee begeistert
in einer Folkband mitzuwirken und nach wenigen Proben
ging es zu dritt auf Tour. Mit ihrem markanten Fiddle-
und Mandolinenspiel bereicherte Silvia das Programm
der „Sally´s“ und erhöhte die
musikalische Flexibilität des Trios. Als sie jedoch
im Zuge ihres Studiums für mehrere Monate nach
Irland ging, endete die gemeinsame Zeit von Touren durch
ganz Deutschland, allerdings nicht ohne daß sich
die Band in dieser Formation noch auf einem Tonträger
(...as predicted, 2002) verewigte. Ihre Nachfolgerin,
ebenfalls aus dem Bereich Klassik, brachte wieder eine
ganz neue Richtung in das Klangbild und die Bühnenpräsenz
der „Sally Gardens“- leider nur von kurzer
Dauer. Seit Sommer 2005 spielt das erste feste männliche
Bandmitglied die „Erste Geige“ bei den Damen.
Anatolie Avacumov, der moldawische Steh... äh...
Stargeiger, mit dem Hang zu Cardas und Cowboymütze,
betont durch seinen Stil eher das Bluegrasselement im
Folk. Eine weitere musikalische Neudefinition, die man
durchweg als positiv bezeichnen kann zudem Toli auch
noch fast jedes Instrument spielen kann, das man ihm
in die Hand gibt und über langjährige Bühnenerfahrung
verfügt. Verstärkt wird das Ensemble zuweilen
auch durch ein weiteres Multitalent. Steffen „Benny“
Kurtz – eigentlich Bassist (oder Bassspieler
) - spielt bei den „Sally’s“ Mandoline,
Tin Whistle und auch Gitarre und trägt den liebevollen
Beinamen „der Mandolinenschlumpf“ (das bezieht
sich aber nicht auf seine Größe). Die Vertreterinnen
des gentil sesso
kümmern sich seither aufopfernd um die männlichen
Bandmitglieder und sorgen dafür, daß sie
beim Schlafen im Auto nicht gestört werden.
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Nun sind zehn Jahre um, so manches Tal der Tränen
ward durchschritten und die Rückkehr von gelegentlichen
Höhenflügen klappte meist reibungslos. Einige
Erfahrungen hätte man sich eher nicht gewünscht
und das zu zahlende Lehrgeld schmerzte oft so sehr wie
das geräuschvolle Auftreffen auf dem Boden der
Realität. Der Liebe zur Musik und zum Publikum
hat das nie Abbruch getan und so sind „The Sally
Gardens“ heute eine der beliebtesten und meistgebuchtesten
Bands ihrer Region. Glatteis, Schneegestöber, Flutwellen,
Krankheiten, Klagen etc. konnten sie auf ihrem musikalischen
Weg in die Herzen der Menschen nicht aufhalten und deshalb
kommt hier die schönste Nachricht des Jahres 2006:
„Die Sally’s machen weiter.“
Sorry, aber das mußte ich jetzt einfach mal ausprobieren
, mit 3 s, nein wie knuddelig.
Gentil sesso – das schöne Geschlecht
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